Der Bockshornklee – Heilmittel der Natur

Der Bockshornklee – Heilmittel der Natur

r Bockshornklee – Heilmittel der Natur

In vielen Kulturen als Heilpflanze bekannt, hat er seinen Ursprung in Indien. Bereits vor Hunderten Jahren schätzten ihn die Menschen wegen seiner Kräfte. Die alten Ägypter machten sich seine Wirksamkeit ebenfalls zu nutzen, sie verwenden den Bockshornklee in der Heilkunde, für religiöse Zeremonien und bei der Geburtshilfe. Mönche der Benediktiner haben begonnen ihn in unseren Breiten zu kultiviert. Bekannte Heilkundige wie Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp empfahlen ihn aufgrund seiner heilsamen Wirkung.

 

Botanik

Der Bockshornklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchte, seine lateinische Bezeichnung ist Trigonella foenum-graecum. Bekannt ist er zudem unter Namen wie Kuhhornklee, feine Grete, schöne Margreth, Philosophenklee oder Fenugreek (englische Bezeichnung). Das Kraut erreicht eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern und die Blätter erinnern an Klee. In der Blütezeit von April bis Juli trägt der Bockshornklee kleine helle, gelbliche Blüten mit violettem Grund. Die Früchte befinden sich in einer Hülse mit der Form eines Horns. Bei einer Länge von bis zu über zehn Zentimetern, sind zwischen zehn und 20 harte, längliche Samen enthalten. Das Kraut bevorzugt sonnige Plätze und ist an seinem starken Duft erkennbar.

 

Inhaltsstoffe

Beim Bockshornklee finden vor allem die Samen Verwendung, sie bestehen zu ungefähr einem Viertel aus Schleimstoffen und einer Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen.

  • Ätherische Öle sind in geringen Mengen vorhanden. Sie sind für den Geschmack und Geruch verantwortlich. Daneben haben sie eine desinfizierende und antibakterielle Wirkung.
  • Bitterstoffe regen den Appetit und die Bildung der Magen- und Gallensäure an, zudem unterstützen sie das Immunsystem.
  • Cobalamin (Vitamin B12) ist für viele Vorgänge im Körper wichtig, beispielsweise für die Blutbildung.
  • Eisen ist, neben anderen Vorgängen, notwendig für den Transport von Sauerstoff im Blut.
  • Phytohormone sind unseren körpereigenen Hormonen ähnlich, wenn auch schwächer in ihrer Wirkung.
  • Kalzium ist wichtig für unsere Knochen, die Blutgerinnung, Zellen und Muskeln.
  • Magnesium wirkt entspannend auf unsere Muskulatur und ist beispielsweise an der Bildung von Enzymen beteiligt.
  • Schleimstoffe wirken beruhigend auf gereizte Areale, reduzieren Entzündungen und schützen die Schleimhaut.
  • Vitamin A ist notwendig für das gesunde Zellenwachstum.
  • B-Vitamine sind wichtig für verschiedene Stoffwechselfunktionen und für die Nerven.
  • Vitamin C ist für viele Vorgänge im Körper essenziell, beispielsweise für das Immunsystem und die Aufnahme von Eisen aus dem Darm.
  • Vitamin D wird von Knochen und Muskeln benötigt und ist daneben an unterschiedlichen anderen Prozessen beteiligt.

 

Der Bockshornklee – Heilmittel der Natur

Wirkungsbereiche

Du kannst die Samen sowohl innerlich und äußerlich anwenden, je nach Beschwerdebild.

Innerlich

Bei der innerlichen Einnahme regen die Samen den Appetit an und wirken schleimlösend und beruhigend auf die Atemwege. Zudem sollen sie eine stärkende Wirkung auf das Herz und die Gebärmutter haben. Sie wirken heilend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Geschwüren, Magenschmerzen oder Erkrankungen im Darm. Linderung bringen sie bei Muskelschmerzen, übermäßigem Schwitzen, zu hohen Blutfettwerten, Gichtschmerzen und Impotenz. Sie können unterstützend bei Typ 2 Diabetes und Stoffwechselstörungen eingenommen werden. Zudem regen sie die Produktion von Muttermilch an.

Äußerlich

Sie helfen bei Entzündungen der Haut, Geschwüren, Furunkeln oder bei eitrigen Entzündungen im Bereich der Finger und Zehen. Zudem sollen die Samen bei Haarausfall helfen.

 

Anwendungsarten

Die Samen kannst Du auf verschiedene Arten zubereiten. Beispielsweise als Tee oder Umschlag. Zudem kannst Du Dir aus den Samen Keimsprossen ziehen. Ihr Geschmack ist würzig und leicht bitter. Essen kannst Du die Sprossen pur, im Salat oder aufs Brot. Sie haben eine reinigende Wirkung auf das Blut und wirken kräftigend. Bockshornkleeblätter finden hauptsächlich als Gewürz Verwendung, da sie über einen hohen Eisengehalt verfügen, können sie gekocht die Blutbildung anregen.

 

Innerlich

  • Zwei bis dreimal am Tag einen halben Teelöffel der zerkleinerten Samen mit etwas Flüssigkeit einnehmen.
  • Den Tee kannst Du auf zwei verschiedene Arten zubereiten. Nimm einen Teelöffel der ungemahlenen Samen, weichen sie in kaltem Wasser ein und koche alles nach zwei Stunden auf. Oder Du bereitest den Tee aus Samenpulver zu. Verwende die auf der Packung ausgewiesene Menge Pulver und die entsprechend Wasser. Beides lässt Du für drei Stunden quellen. Entferne bei beiden Varianten am Ende mit einem feinen Sieb die groben Stoffe. Du kannst davon zwei bis drei Tassen am Tag trinken.
  • Möchtest Du die Samen zur Anregung des Appetits anwenden, nimm sie kurz vor den Mahlzeiten zu Dir.
  • Für Unterwegs kannst Du den Bockshornklee auch in Kapselform einnehmen. Erhältlich z.B. bei www.slimcenter.de

Äußerlich

Die zerstampften, gekochten Samen ergeben einen Brei, den Du auf erkrankte Hautstellen geben kannst. Wenn Du es als angenehm empfindest, kannst Du die Mischung warm auftragen. Bei Haarausfall mischst Du Dir aus Bockshornkleepulver und Wasser eine Paste und trägst diese auf die Kopfhaut auf. Nach einer halben Stunde kannst Du sie auswaschen. Unterstützend kannst Du die Samen innerlich anwenden. Um die sechs bis acht Wochen dauert es, bis sich eine positive Wirkung zeigt.

 

Anwendungshinweise

Bis jetzt sind weder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten noch Nebenwirkungen bekannt. Allerdings kann es bei empfindlichen Personen oder bei übermäßigem Verzehr zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich kommen. Bei der äußerlichen Anwendung können Juckreiz oder Rötungen auftreten. Schwangere sollten auf den medizinischen Gebrauch von Bockshornklee verzichten. Aufgrund der enthaltenen Stoffe könnte es zu frühzeitigen Wehen und einer dadurch ausgelösten Frühgeburt kommen. Solltest Du Dir unsicher sein sprich bitte mit Deinem behandelnden Arzt.

 

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