Bluthochdruck: Wie wird richtig gemessen und welche Messgeräte sind empfehlenswert?

Bluthochdruck: Wie wird richtig gemessen und welche Geräte gibt es dafür

Bluthochdruck: Wie wird richtig gemessen und welche Messgeräte sind empfehlenswert?

Eine der meist verbreitetsten Volkskrankheiten in unserer Gesellschaft ist der Bluthochdruck. Die Weltgesundheitsorganisation definiert den Bluthochdruck folgendermaßen: Der systolische Wert, umgangssprachlich „oberer Wert“, darf nicht höher sein als 140 mmHg, der „untere Wert“, der sogenannte „diastolische Blutdruck“, darf nicht über 90 mmHg liegen. Schätzungsweise leidet in Mitteleuropa jeder Fünfte an zu hohen Blutdruckwerten und die Zahl der Betroffenen steigt im Alter weiter an. Optimalerweise sollte der Blutdruck bei einem Erwachsenen Menschen bei 120/80 mmHg liegen. Zu beachten ist jedoch, dass vorübergehende Blutdruckerhöhungen, beispielsweise bei Sportlern, problemlos vertragen werden.

 

Wichtiges zum Thema Bluthochdruck und Hypertonie

Durch das Pumpen des Herzens wird das Blut durchgehend durch die Adern und Gefäße geleitet. Damit wird eine optimale Versorgung aller lebenswichtigen Organe sichergestellt. Leidest Du kontinuierlich unter zu hohen Blutdruckwerten, so werden mit der Zeit diese Blutgefäße schneller verschließen. Die Gefäßwände verlieren dabei an Elastizität und werden in weiterer Folge dick bzw. steif und im schlimmsten Fall verkalken diese.

Grundsätzlich kann bei Bluthochdruck zwischen zwei Arten unterschieden werden. Auf der einen Seite die primäre Hypertonie, das bedeutet, der Bluthochdruck an sich ist die Erkrankung, auf der anderen Seite die sekundäre Hypertonie. In diesem Zusammenhang ist der Bluthochdruck die Folgeerscheinung einer zugrunde liegenden Erkrankung.

Da Bluthochdruck aber oftmals keine wirklich sichtbaren Symptome hervorruft bzw. von Betroffenen nicht wirklich wahrgenommen wird, sollte der Blutdruck täglich gemessen werden. Nachfolgend Vor- und Nachteile sowie weitere Informationen über Handgelenk- und Oberarmmessgeräte.

 

Blutdruckmessgeräte

Bevor Du Dich für ein Blutdruckmessgerät entscheidest, solltest Du Dir zuvor den Wert professionell von einem Arzt ermitteln lassen, sodass Du einen Richtwert hast. Demnach weißt Du welche Werte vom Geräte in etwa angezeigt werden sollten. Hierbei sollten die Unterschiede aber nicht mehr als plus/minus 10 mmHg betragen.

Generell gibt es zwei verschiedene Arten um daheim seinen Blutdruck zu messen. Es gibt Geräte die die Werte am Handgelenk und welche die sie am Oberarm ermitteln. Beide haben sowohl Vor- und Nachteile auf die nachfolgend genauer eingegangen wird.

 

Handgelenksmessgeräte

Entscheidest Du Dich für ein Blutmessgerät, dass die Werte am Handgelenk ermittelt, so besteht dieses, im Gegensatz zu einem Oberarmmessgerät, nur aus einem Teil. Das bedeutet das Gerät ist mit der Manschette untrennbar verbunden. Der Vorteil der sich daraus ergibt ist, dass es daher um einiges kleiner bzw. leichter ist und die Messung unkompliziert durchgeführt werden kann. Durch die kompakte Bauweise kann die Messung auch problemlos unterwegs, auf Reisen oder im Büro durchgeführt werden.

Die digitalen Blutdruckmessgeräte pumpen sich dabei eigenständig auf und lassen die Luft auch wieder selbstständig raus. Innerhalb dieses Vorganges werden der Blutdruck sowie der Puls ermittelt. Einige Modelle melden darüber hinaus auch noch ob das Herz regelmäßig schlägt oder Herzrhythmusstörungen vorliegen.

Was den Preis angeht kosten Handgelenksmessgeräte meist weniger als Oberarmmessgeräte, liefern aber dennoch meist zuverlässige Werte. Allerdings ist die Verwendung eines solchen Gerätes nicht für alle Menschen empfehlenswert. Wer beispielsweise an Arteriosklerose leidet, sehr starke Sehnen bzw. Knochen hat oder Patienten mit Herzkrankheiten und Diabetes, sollten ein Oberarmmessgerät verwenden, um zuverlässige Messwerte zu erhalten.

 

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Um adäquate Werte zu erhalten sollte sich das Handgelenksmessgerät immer auf der Höhe des Herzens befinden. Dadurch wird garantiert, dass zuverlässige Ergebnisse wiedergegeben werden. Am besten Du stützt Deinen Ellenbogen ab und winkelst dabei den Unterarm leicht an. Beim Messen selbst musst Du ruhig bleiben und nichts reden bzw. Dich nicht bewegen. Am besten wiederholst Du die Messung nach zwei Minuten erneut um wirklich entspannt zu sein.

Sollten die Werte erhöht sein solltest Du täglich und regelmäßig messen um zu sehen, ob die zu hohen Blutdruckwerte bestätigt werden. Sollte dies der Fall sein solltest Du Dich von einem Arzt dahin gehend beraten lassen.

 

Oberarmmessgeräte

Ein Messgerät, das am Oberarm benutzt wird, besteht immer aus zwei Teilen: Das Messgerät an sich und eine Gummimanschette, die um den Oberarm gelegt wird. Grundsätzlich eignet sich diese Art von Messgerät für jeden, allerdings muss immer darauf geachtet werden, dass Du die Manschette richtig anlegst und dass diese weder zu klein noch zu groß ist.

Laut einigen Produkttests ist die Messung, vorausgesetzt die Manschette ist richtig platziert, mit so einem Gerät zwar zuverlässiger und genauer aber nicht so gravierend, dass vom Kauf eines Handgelenksgerätes abgeraten wird. Ein weiterer Vorteil ist auch die bessere Less- und Bedienbarkeit des Displays, da dieses bei Oberarmmessgeräten größer ist.

 

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Bei der Messung selbst solltest Du, wie auch oben schon erwähnt, ruhig bleiben. Am besten nimmst Du Dir davor ein paar Minuten Zeit um dich völlig zu entspannen. Das ist deshalb wichtig, da sich Stress oder körperliches Hetzen auf den Blutdruck auswirkt und die Messwerte damit verfälscht werden.
Achte darauf, dass die Manschette zwar straff sitzt, aber nicht zu fest. Die Manschette ist richtig angelegt wenn das Manschettenende im Abstand von 2 Fingern von der Armbeuge entfernt ist. Der Unterarm kann dabei entspannt auf dem Oberschenkel ruhen. Ein weiterer Vorteil bei so einem Gerät ist, dass sich die Manschette am Oberarm automatisch auf Herzhöhe befindet und daher nicht zuvor in die korrekte Position gebracht werden muss.

 

Fazit

Grundsätzlich kann nicht gesagt werden welches Blutdruckmessgerät besser ist. Die Messergebnisse weisen keine großen Unterschiede auf. Der Vorteil von Oberarmgeräten liegt vor allem darin, dass durch das größere Display sowohl die Les- als auch die Bedienbarkeit erleichtert wird. Der Nachteil bei Oberarmgeräten ist jedoch, dass diese etwas mühsamer anzulegen sind, dafür befindet sich die Manschette automatisch in Herzhöhe. Bei Handgelenksmessgeräten muss der Arm durch Anwinkeln erst aktiv in die richtige Position, also auf Herzhöhe, gebracht werden. Das kann zu Messfehlern führen.

Egal für welches Gerät Du Dich entscheidest, wichtig ist, dass Du beim Messen ruhig bist, wenn möglich immer zur gleichen Uhrzeit misst und davor weder Sport gemacht oder gegessen hast, damit es nicht zu einer Verfälschung der Ergebnisse kommt.

 

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