Alles unter Kontrolle? Gesund mit der Wim-Hof-Methode

Alles unter Kontrolle? Gesund mit der Wim-Hof-Methode

Alles unter Kontrolle? Gesund mit der Wim-Hof-Methode

Kennen Sie das, wenn Menschen sagen, alles, was extrem ist, kann nicht gesund sein? Eine Ausnahme davon ist zum einen der Veganismus und zum anderen die Wim-Hof-Methode. Letztere stützt sich auf die Komponenten Konzentration, Atmung und Kälte. Hierdurch sollen psychische und körperliche Beschwerden angegangen werden. Zudem gibt die Methode dem Menschen die Kontrolle über den eigenen Körper zurück. Doch was ist dran an der Wim-Hof-Methode und vor allem, wie funktioniert diese?

 

Grenzen vom Erfinder selbst ausgetestet

Wim Hof, der die Methode entwickelt hat, blickt heute auf als 26 Weltrekorde. Alle gehen zurück auf das Aushalten von extremer Hitze oder Kälte. So ist er etwa barfuß, bei minus 20 Grad Celsius, über den Polarkreis einen Marathon gelaufen. Ebenso machte er es in der Wüste Namib. Hier lief er bei 50 Grad Celsius. Bei beiden Läufen aß und trank er nichts. Während andere also auf der Suche nach Erleichterung sind, stellt sich Wim Hof offenkundig der Herausforderung.

Um zu beweisen, dass es ihm möglich ist, sein Immunsystem bewusst zu kontrollieren, ließ er sich bei einem Experiment von Wissenschaftlern begleiten. Dabei wurde ihm ein Endotoxin gespritzt. Durch dieses hätten grippeartige Beschwerden verursacht werden müssen. Zeitgleich gab man den Erreger an weiter 240 Probanden. Der Körper von Wim Hof reagierte jedoch deutlich anders, als die der Referenzgruppe. Denn ihm war es möglich, den Verlauf der Krankheit zu stoppen. Die Ärzte selbst allerdings sahen das als reinen Zufall an.

Angetrieben von dem Urteil der Ärzte, strebte Wim Hof eine weitere Studie an. Beteiligt waren dabei 24 Personen. Diese wurden alle demselben Erreger ausgesetzt. Der Unterschied bestand nur darin, dass 12 Teilnehmer von Wim Hof selbst trainiert wurden. Die anderen hingegen nicht. In diesem Testlauf wurden lediglich die 12 nicht trainierten Personen krank.

 

Zuletzt aktualisiert am: 29.05.2020 um 14:45 Uhr.

 

Doch wie funktioniert das Ganze?

Die Probanden wurden dabei nicht etwa mit passender Schutzkleidung ausgerüstet, wie sie heute von Medizinern zum Verhindern von Infektionen verwendet werden. Viel mehr setzt Wim Hof bei seiner Methode darauf, die Reaktionen im Organismus selbst steuern zu können. Dabei tat sich bei den trainierten Studienteilnehmern Erstaunliches. Bei der Konfrontation mit den Keimen wurde die Immunreaktion unterdrückt, der Stoffwechsel um fast 300 Prozent gesteigert und massiv Adrenalin ausgeschüttet.

Bewerkstelligt wird das in mehreren Schritten: dem Atmen, der Konzentration und Kälte. Dabei handelt es sich beim Atmen um eine Art der selbst kontrollierten Hyperventilation. Der Übende selbst wird dabei zumeist eine gewisse Trägheit, ein Kribbeln oder/und Benommenheit wahrnehmen. Das Ziel ist es, jedoch dafür zu sorgen, dass eine erhöhte Sauerstoffzufuhr ermöglicht wird. Diese wiederum hat einen basischen Effekt auf den Körper.

Als zentraler Aspekt gilt jedoch die Kälte. Denn nach Wim Hof ist diese essenziell. Mit der sogenannten Thermogenese soll vor allem das Immunsystem, der Hormonhaushalt sowie der Stoffwechsel angeregt werden. Am einfachsten kann dieser Aspekt in der Dusche umgesetzt werden. Optimalerweise beginnt man mit einer warmen Dusche und beendet diese mit kaltem Wasser, zuerst die Gliedmaßen. Wer schon fortgeschrittener ist, arbeitet sich über die Schultern und den Rücken vor, um am Ende eine komplett kalte Dusche zu nehmen. Zu Beginn reichen ein paar Sekunden Kälte schon aus. Wichtig ist in jedem Fall, auf den eigenen Körper zu hören und sich nicht zu überfordern.

 

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