Hirntumor – operative Behandlungsmöglichkeiten

Hirntumor – operative Behandlungsmöglichkeiten

 Hirntumor – operative Behandlungsmöglichkeiten

Während einer Gehirnoperation kommt es vor allem auf Präzision an. Moderne Operationssäle sind mit Monitoring-Systemen ausgestattet.

Hirntumor – operative Behandlungsmöglichkeiten

Im Schädel ist nur sehr begrenzt Raum, in dem sich ein Tumor ausdehnen könnte. Daher entfernen Neurochirurgen diese Wucherungen normalerweise, um zu verhindern, dass sie gesundes Hirngewebe zusammendrücken.

Die Diagnose Hirntumor ist für jeden erst einmal ein Riesenschreck. Doch hinter dem Begriff verbergen sich über einhundert verschiedene Arten. Bei einem Hirntumor handelt es sich um eine Wucherung im Gehirn. Sie kann sich im Gehirn selbst befinden, aber auch in den Nervenwasserräumen, den Hirnhäuten, die das Gehirn umhüllen, oder in den körpereigenen  Hirnnerven. Es kann sich auch um die Ansiedelung anderer Tumore handeln, sogenannter Metastasen. Diese gelangen über den Blutstrom ins Gehirn und setzen sich dort fest. Nicht jeder Hirntumor ist jedoch gleichbedeutend mit Krebs.

Zwei Drittel der Geschwülste, die im Kopf wachsen, sind gutartig. Das heißt, sie wachsen langsam und sind in einigen Fällen eindeutig vom umliegenden Gewebe abgegrenzt. Da jedoch der knöcherne Schädel nicht allzu viel Raum bietet, entfernen Neurochirurgen diese Tumore meist operativ. Sonst würde der Tumor früher oder später auf gesundes Hirngewebe drücken und dies unter Umständen schädigen. Je nachdem, wo sich der Tumor befindet, kann die Kompression, die durch das Wachstum entsteht, unterschiedliche Symptome auslösen. Dazu gehören zunehmende Kopfschmerzen, Sehstörungen, Erbrechen, Gefühlsstörungen oder Lähmungen. Auch epileptische Anfälle oder psychische Veränderungen sind manchmal Hinweise auf einen Hirntumor.

 

Moderne Operationstechnik für eine schonende Entfernung des Tumors

Um ein bestmögliches Operationsergebnis zu erzielen, brauchen die Neurochirurgen zum einen sehr viel Erfahrung und zum anderen modernste OP-Technik. So kann die Anfärbung des Tumorgewebes mit einer speziellen fluoreszierenden Substanz den Tumor besser sichtbar machen und dabei helfen, ihn vom umliegenden Hirngewebe besser abzugrenzen. Damit kann der Chirurg hirneigene Tumore, also Tumore, die im

Gehirn direkt entstehen, größtmöglich und sehr präzise entfernen. Bei einigen Hirnoperationen sind konstante Überwachung via Neuromonitoring bereits Standardverfahren. Auf diese Weise lassen sich auch Tumore entfernen, die sich in wichtigen Hirnregionen befinden, wie dem motorischen Zentrum oder in der Nähe wichtiger Hirnnerven.

Hochpräzise Instrumente für den Zugang durch die Schädeldecke oder die Fixierung des Patienten, wie sie beispielsweise evonos anbietet, sind dabei sehr wichtig. Damit ist es auch möglich eine sogenannte Wachkraniotomie durchzuführen. Während dieser Operation ist der Patient wach, aber schmerzfrei. Mit dieser Methode ist es beispielsweise möglich bei der Entfernung von Tumoren in der Nähe des Sprachzentrums die Sprachfunktion zu überwachen. Damit will der Neurochirurg verhindern, gesunde Hirnregionen zu schädigen. Gleichzeitig will er alle Hirnfunktionen erhalten. Unter Zuhilfenahme sehr spezieller, computergestützter Operationsinstrumente, sogenannter Neuronavigationssysteme, und moderner Mikroskope erreichen die Neurochirurgen eine sehr hohe Genauigkeit. Tumore lassen sich so auf Millimeterbruchteile genau erreichen und beseitigen.

 

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Neuroendoskopische Operationen

Mithilfe eines Endoskops kann der Operateur besser in den Schädel hineinsehen. Verschiedene Winkeloptiken machen es ihm möglich „um die Ecke zu sehen“, sprich, er kann um umliegendes Gewebe herumsehen. Damit lässt sich zum Beispiel das erweiterte Hirnkammersystem inspizieren und eigentlich jeder Bereich der

Hirnkammern einsehen. In den Arbeitskanal lassen sich auch Instrumente einführen, wie kleine Fasszangen, Koagulations- oder Ballonkatheter und Ultraschallsonden. Damit sind verschiedene Eingriffe möglich:

  • Membranen, Scheidewände oder Zysten lassen sich so öffnen, damit Flüssigkeitsansammlungen abfließen können
  • von Tumoren, die im Bereich der Hirnkammern wachsen, lassen sich so Proben neben und über Gewebsuntersuchungen die Art des Tumors bestimmen.

Neuroendoskopische Operationsmethoden haben noch weitere Vorteile gegenüber herkömmlichen Operationsmethoden. Diese Vorteile sind im Ärzteblatt ausführlich beschrieben.

 

Neuronavigation und Endosonografie

Mithilfe von Neuronavigation ist es möglich, strukturelle und funktionelle Bilddaten in das OP-Gebiet zu übertragen. Damit sind eine exakte Orientierung und eine genaue Ansteuerung von Zielstrukturen möglich. Der Neurochirurg kann so das Endoskop sicher im Gehirn steuern und exakt positionieren. Eine genauere Beschreibung zur Neuronavigation bietet die Uniklinik Köln. Moderne Ultraschallsonden, die Forscher speziell für die Neurochirurgie entwickelt haben, lassen sich durch den Arbeitskanal des Endoskops bis in die Hirnkammern einführen. Sie machen eine Untersuchung des angrenzenden Gewebes möglich. Außerdem lässt sich mithilfe der Bilderzeugung das Endoskop sicher im Ventrikelsystem steuern.

 

Mikro-Neurochirurgie mit endoskopischer Unterstützung

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Minimal invasive Operationsmethoden heißen oft auch Schlüsselloch-Methode, weil die Chirurgen durch eine sehr kleine Öffnung ins Operationsgebiet gelangen.

Minimal invasive Operationsmethoden halten die Belastung für den Patienten bei einer Operation sehr gering. Andererseits verringern kleinere Zugänge das Sichtfeld des Chirurgen. Mithilfe von Neuroendoskopie und modernen Winkeloptiken bekommt der Chirurg auch Einblick in eigentlich verdeckte Gehirnregionen. Diese Art der OP kommt beispielsweise bei der Versorgung von Aneurysmen, also von Gefäßwandaussackungen, bei Hirnblutungen oder bei der Entfernung von Tumoren an der Schädelbasis zum Einsatz. Wer genauer wissen möchte, was ein Aneurysma ist, kann dies in der Apotheken-Umschau nachlesen.

 

Endoskopische Operation durch die Nase

Tumore, die sich an der Hirnanhangdrüse befinden, lassen sich schonend durch die Nase operieren. Die endoskopische Technik bietet dabei entscheidende Vorteile. Diese Art der Operation führt nur zu minimalen Verletzungen der Nasenhöhle. Der Tumor lässt sich so sicher entfernen. Die Operation ist durch die enge Zusammenarbeit von Neurochirurgen und Spezialisten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde möglich. Der Neurochirurg operiert ohne direkte Sicht und hat mithilfe der endoskopischen Instrumente einen präzisen Blick auf das Operationsfeld. Damit kann er die Verletzung wichtiger Strukturen, wie dem Sehnerv oder der Halsschlagader, vermeiden und den Tumor radikal entfernen.

 

Vorteile endoskopischer Operationsmethoden bei Hirntumor

Transnasale Eingriffe sind eine schonende Operationstechnik bei Tumoren an der Hirnanhangdrüse. Computergestützte Operationsmethoden erleichtern dem Chirurgen die Orientierung, auch wenn es kritisch wird. Sobald der Tumor genau lokalisiert ist, kann der Neurochirurg ihn unter optimaler Sicht entfernen, ohne dabei ein großes Loch in den Schädel bohren zu müssen. Die modernen Instrumente mit einer sehr hohen Lichtintensität erzeugen klare Bilder aus dem Kopf und ermöglichen auch die Darstellung tiefer liegender Strukturen. Selbst seitlich versteckt liegende Tumorteile lassen sich so ohne Risiko entfernen. Da es bei dieser Methode nur sehr selten zu Verletzungen der Nasenhöhle kommt, können die Patienten bei entsprechender Pflege frei atmen. Auch Geruchs- und Geschmackssinn beeinträchtigt diese Methode kaum, sodass die Patienten nach der Operation auch in dieser Hinsicht nicht beeinträchtigt sind.

 

 

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