Wie hilft Glucosamin bei Arthrose?

Wie hilft Glucosamin bei Arthrose?

Ein Alleskönner fast ohne Nebenwirkungen

Hilfe für Menschen mit Gelenkerkrankungen, das verspricht ein Stoff, der schon in unserem Körper vorkommt und seit Jahren in aller Munde ist:

Glucosamin

Als ein Einfachzucker ist es Bestandteil unseres Bindegewebes, der Gelenkflüssigkeit und des Knorpels.

Konsumiert wird es in Form von Kapseln und als Flüssigkeit gegen Gelenkbeschwerden. Der Aminozucker wird als große Hoffnung gehandelt im Kampf gegen den Verschleiß des Knorpels in den Gelenken. Meistens sind die schweren Gelenke von Arthrose betroffen, wie Hüfte, Knie und Hüfte.

Glucosamin ist seit ca. 35 Jahren im Handel und wird mindestens ebenso lange, basierend auf klinischen Studien, gelobt und verteufelt.

Der Wahrheit auf den Grund zu gehen, bedarf es einer kurzen Klärung der verwendeten Begriffe:

 

Was ist Arthrose?

Die Krankheit, die auch als degenerativer Gelenkverschleiß verstanden wird, betrifft mittlerweile mehr als 5 Millionen Menschen in Deutschland und äußert sich im ersten Stadium als Antriebsschmerz. Wenn wir aufstehen, wenn wir uns bücken oder uns hinsetzen, empfinden wir einen kurzen aber heftigen Schmerz in der Nähe des betroffenen Gelenks. Später nehmen die Schmerzen zu und bleiben auch im Ruhezustand erhalten.

Die Knorpelmasse und die Gelenkschmiere vermindern sich durch starke einseitige Beanspruchung und im Alter. Der Gelenkspalt vergrößert sich.

 

Was ist Glucosamin?

Ein Aminozucker oder Einfachzucker, beim Menschen ist der Zucker Bestandteil von Zellmembranen. Industriell wird er aus Chinin hergestellt, dem Panzer von Krebsen und Insekten.

So bestehen die Moleküle, die dafür sorgen, dass Feuchtigkeit im Knorpel verbleibt und Stöße absorbiert werden können zum großen Teil aus diesem Einfachzucker, ebenso die Gelenkflüssigkeit(Hyaluronsäure).

Im Handel treffen wir auf zwei verschiedene Formen, abhängig von der Substanz, an die er gebunden wurde:

  • Glucosaminsulfat(gebunden an das Salz der Schwefelsäure)
  • Glucosaminhydrochlorid(gebunden an organischer Base mit Salzsäure).

 

Was passiert nach der Einnahme im Körper?

Wir müssen realistisch sein und zugeben, dass die Ergebnisse so vielfältig wie ihre Zahl ist und teilweise sehr widersprüchlich.

Nichtsdestotrotz bleiben die positiven Erfahrungen vieler tausend Patienten bestehen, denen die Kapseln geholfen haben. Sie konnten wieder laufen und auch die Schmerzen waren weg. Um diese Ergebnisse zu erzielen, müssen wir allerdings einige Regeln bei der Einnahme beachten und Geduld haben. Diese Therapie ist nichts für Eilige, der Stoff wirkt erst nach jahrelanger Einnahme und die Patienten müssen eine Mindesttagesdosis von 1500 mg konsumieren.

Die Glukosaminmoleküle werden in Form von Kapseln oder als Flüssigkeit geschluckt und dringen dann bis zu den Gelenkspalten vor, wo sie helfen, diese zu schließen bzw. den Knorpel zu versorgen. Glucosamin wird als Nahrungsergänzung verkauft.

 

Argumente für und gegen den Verzehr

Sowohl Glucosaminsulfat als auch Glucosaminhydrochlorid werden durch ihre Wasserlöslichkeit problemlos über die Darmschleimhaut resorbiert und gelangen von dort an die Orte des Geschehens.

Allerdings gehen dann die Meinungen auseinander über die Fähigkeit des Nahrungsergänzungsmittels:

Ein Teil der klinischen Studien will bewiesen haben, dass die Regenerationsleistung des Knorpels so gering ist, dass es nicht möglich sei, die Veränderung des Gelenkspaltes zu messen und folglich die Resultate der Kur ungenau bleiben. Sie behaupten darüber hinaus, dass im Falle der glücklichen Zielerreichung, dem Knorpel nämlich, der Stoff nicht in den Knorpel eindringen kann. Schließlich gilt es als erwiesen, dass bei entzündlicher Arthrose die Entzündung bekämpft werden kann, die Knorpelabnutzung jedoch nicht.

Die Befürworter hingegen schwärmen davon, dass diese Nahrungsergänzung wahre Wunder wirkt und ihnen dabei geholfen hat, sich wieder schmerzfrei bewegen zu können.

Man müsse die Gabe und die Dauer der Medikation allerdings richtig dosieren. Nimmt der Patient zu wenig ein oder nicht lange genug, kann der Zucker nicht seine volle Wirkung entfalten.

Schon Hildegard von Bingen hat bei Gelenkbeschwerden zu “Suppe von Knochen und Knorpel” geraten.

 

Fazit

Arthrose in ihrem fortgeschrittenen Stadium ist eine Erkrankung, die das Leben des Betroffenen durch Schmerzen und Unbeweglichkeit stark einschränkt. Der Knorpel der erkrankten Gelenke sind abgenutzt. Der Patient ist “austherapiert” und hoffnungslos

alleingelassen. Dann erfährt er von einem Nahrungsergänzungsmittel, dass er kaufen kann und das all die Stoffe in sich trägt, die der Körper in jungen Jahren im Überfluss zur Verfügung hatte und die er nun per Mausklick erneut seinem Körper zuführen kann. Die Hoffnung und die Berichte derer, die das Mittel mit Erfolg konsumieren, werden ihre positive Wirkung entfalten.

Die Nebenwirkungen sind überschaubar und allein für Allergiker, Zuckerkranke und Menschen, die dauerhaft Blutgerinnungshemmer nehmen müssen von Bedeutung.

 

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