Haarausfall durch Mangel an Vitaminen: Ursachen, Diagnose und Gegenmaßnahmen im Überblick

Haarausfall durch Mangel an Vitaminen: Ursachen, Diagnose und Gegenmaßnahmen im Überblick

Haarausfall durch Mangel an Vitaminen: Ursachen, Diagnose und Gegenmaßnahmen im Überblick

In den meisten Fällen beginnt die Verwunderung damit, dass die Haarbüschel in der Bürste zunehmend voluminöser werden. Bei der Suche nach den Gründen für den Haarausfall geraten oft die Erbanlagen ins Fadenkreuz der Überlegungen. Die Ursachenforschung geht jedoch tiefer, als es zunächst den Anschein hat. Welche Rolle ein Vitaminmangel spielt und was sich gegen diesen unternehmen lässt, fasst der folgende Beitrag zusammen.

 

Ursache Vitamin-Mangel bei Haarausfall

Die Gründe für einen Haarausfall können vielfältig sein. Neben der erblichen Veranlagung werden häufig

  • eine Störung der Schilddrüsenfunktion
  • andere hormonelle Schwankungen
  • Stress und
  • Infektionskrankheiten

genannt.

Eine der wichtigsten Ursachen jedoch, welche oft verkannt wird, ist der Haarausfall durch Vitaminmangel. Für die Gesundheit der Haare ist es wichtig, die Vitamine A, B, C, D und E regelmäßig zu sich zu nehmen. In der Regel werden diese Vitamine über die Ernährung geliefert, können jedoch bei einer unangepassten Ernährungsweise nur mangelhaft vorhanden sein. Daher ist es wichtig, einen gesunden Speiseplan zu etablieren.

 

Welcher Vitaminmangel welche Wirkung bedingt

Eine Dose mit Vitaminen

Vitamin A

Um Haare auszubilden und ihr Wachstum zu fördern, ist Vitamin A eines der wichtigsten Haarwachstumsvitamine. Durch Vitamin A wird die Talgproduktion angeregt und der Körper produziert vermehr Öle, die dem Haar Feuchtigkeit verleihen.

Vitamin B

Hierbei rückt vor allem Vitamin B12 in den Fokus, da es die Zellteilung im Haarfollikel beschleunigt. B12 ist hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln wie Milchprodukten und Fleisch enthalten. Insbesondere Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, können einem Mangel am Vitamin B12 ausgesetzt sein.

Ebenfalls wichtig in diesem Zusammenhang ist Vitamin B7 – auch als haarkräftigendes Biotin bekannt. Neben der Neubildung der Haarwurzeln soll Biotin das Haar selbst ebenfalls kräftigen und diesem zu einem schönen Glanz verhelfen.

Vitamin C

Nicht nur durch einen Mangel an Vitaminen, sondern auch an Eisen kann der Schopf immer kahler werden. Für eine optimale Aufnahmefähigkeit (Resorption) von Eisen, wird Vitamin C als Unterstützer benötigt. Vitamin C dient außerdem dazu, durch im Körper vorhandene freie Radikale oxidativen Stress aufzulösen. So lässt sich der Haarausfall minimieren.

Vitamin D

Durch einen Mangel an Vitamin D verändert sich üblicherweise der Zyklus der Haarfollikel. In der Konsequenz ist der Ausfall von Haaren möglich. Da eine Kompensation durch das Sonnenlicht lediglich zu etwa 80 bis 90 % möglich ist, gilt es, die Differenz zu 100 % durch das Zuführen von Vitamin D aufzustocken.

Vitamin E

Mittels Vitamin E werden verstärkt Antioxidantien gebildet, die ein Schutzschild vor freien Radikalen bilden. Dadurch werden die Haarfollikel-Zellen vor Schädigungen bewahrt. Des Weiteren benötigt die Kopfhaut Nährstoffe, um das Wachstum von Haaren anzuregen. Für diese Nährstoffversorgung ist eine gute Durchblutung der Kopfhaut essenziell. Durch das Zuführen von Vitamin E wird die Entstehung von Blutgefäßen angeregt.

 

So lässt sich Haarausfall diagnostizieren

Auf der Suche nach fehlenden Vitaminen im Haar kann eine professionelle Haarmineralanalyse Aufschluss geben. Bei einer solchen Untersuchung lässt sich die Zusammensetzung des Haars, deren Anzahl sowie das Stadium des Wachstums bestimmen. Die Analyse wird in einem Labor durchgeführt, wofür zunächst eine Haarprobe entnommen wird. Die Haarprobe muss sich dabei in einem puren Zustand befinden und darf nicht koloriert sein. Auch eine Dauerwelle würde das Ergebnis beeinträchtigen. Im Gegensatz zu einem Blutserumtest liefert die Haarmineralanalyse Ergebnisse über Zeiträume von bis zu etwa drei Monaten. Bei einem Blutserumtest wäre das Ergebnis lediglich eines des aktuellen Moments.

Um herauszufinden, worauf der Haarausfall beruht, lässt sich mittels TrichoScan die Haarwurzel analysieren. Vorteil dieser Methode ist, dass anstelle der Entnahme einer Haarprobe das Haar am Kopf verbleiben kann. Eine Spezialkamera misst das Verhalten des Haarwachstums und definiert so, ob es sich um einen krankhaften Ausfall der Haare handelt.

 

Mit Haarmineralien dem Haarausfall gegenwirken

Für einen gesunden Körper nimmt die Haargesundheit eine wichtige Rolle ein. Ein Mangel an den genannten Vitaminen lässt sich durch Vitamin-Präparate in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen. Zusätzlich kann Retinol zur Verhornung und damit Kräftigung des Haars beitragen. Das Haarwachstum wird dadurch ebenfalls gefördert.

 

Fazit

Sammeln sich zunehmend Haare in der Bürste, muss nicht gleich Panik ausbrechen. Eine Haaranalyse kann bestimmen, woran es dem Körper fehlt. Ein Vitaminausgleich ist durch Haarvitamine zum Einnehmen unkompliziert realisierbar.

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