10 kritische Inhaltsstoffe in Kosmetik

10 kritische Inhaltsstoffe in Kosmetik

10 kritische Inhaltsstoffe in Kosmetik

In konventioneller Kosmetik finden sich leider schädliche Inhaltsstoffe, welche die Konsistenz und Wirkung verbessern sollen, aber der Haut schaden können. Darunter sind Silikone, synthetische Duftstoffe und hormonell wirksame Konservierungsstoffe. Sie müssen aber als INCI-Bezeichnung (International Nomenclature Cosmetic-Ingredients) auf dem Produkt vermerkt werden.

 

Diese nachfolgenden 10 Inhaltsstoffe gelten als bedenklich bis gefährlich:

 

Nr. 1 Aluminiumsalze

Die INCI-Bezeichnungen für Aluminiumsalze können Alumina, Aluminium Stearate, Aluminium Chloride, Aluminium Powder oder Cl77000 lauten. Sie kommen vorrangig in Deodorants vor, wo sie eine adstringierende (trocknende) Wirkung entfalten. Die Haut nimmt sie auf: Sie könnten Alzheimer und Brustkrebs begünstigen.

 

Nr. 2 Benzophenon

Die INCI-Bezeichnungen lauten Butyl Methoxydibenzoylmethane Oxybenzone, Benzophenone-1 bis -4 oder 4-Methylbenzylidene Camphor. Benzophenone sind chemische UV-Filter und kommen daher oft in Sonnencremes, aber auch in anderen Pflegeprodukten vor, wo sie die Farben und Duftstoffe vor der UV-Strahlung schützen sollen. Bei empfindlicher Haut begünstigen sie Allergien. Zudem sind sie möglicherweise hormonell wirksam und könnten Krebs begünstigen.

 

Nr. 3 Formaldehyd

Unter den INCI-Bezeichnungen Triclosan, Hexamidine Diisethionate, Sodium Hydroxymethylglycinate, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol oder Quaternium-15 ist in konventioneller Kosmetik Formaldehyd ein Konservierungsstoff. Allerdings verzichten zunehmend die Hersteller auf diese Inhaltsstoffe, weil ihr hautreizendes Potenzial inzwischen bekannt ist.

 

Nr.4 Paraffine, Mineralöle und synthetisches Glycerin

Hierfür lauten die INCI-Bezeichnungen Mineral Oil, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Paraffinum Subliquidum, Microcrystalline Wax, Cera Microcristallina, Ozokerit, Vaseline oder Ceresin. In herkömmlicher Kosmetik dienen diese Inhaltsstoffe als Basis für Lotions, Cremes, Öle und Haarpflegeprodukte. Sie machen die Herstellung günstig, doch auf der Haut verstopfen sie die Poren. Pflegende Eigenschaften haben sie nicht. Dafür unterbinden sie die Nährstoffversorgung der Haut und begünstigen unter ihrer dicken Schicht die Ansiedlung von Bakterien und sonstigen Keimen. Darüber hinaus gelten sie als Umweltkiller, weil sie nur sehr schlecht abgebaut werden.

 

Nr. 5 Parabene

Die INCI-Bezeichnungen für Parabene sind Propylparaben, Methylparaben, Btylparaben, Ethylparaben, Isopropylparaben oder Isobutylparaben. Der Einsatz in der Kosmetik erfolgt wegen der fungiziden und antimikrobiellen Wirkung der Parabane. Sie konservieren die Bestandteile und halten gleichzeitig Mikroben und Pilzsporen ab. Jedoch können sie sich im menschlichen Körper anreichern, wo sie unter Umständen hormonell wirksam sind und eventuell Krebs begünstigen.

 

Nr. 6 Phthalate

Hierfür lauten die INCI-Bezeichnungen Diethyl Phthalate, Di-n-Butylphthalat (DBP) oder Diethylhexyl Phthalate. Die Phthalate dienen als Weichmacher, allerdings nicht als einzige in der konventionellen Kosmetik (siehe nächster Punkt). Cremes verleihen sie ihre typische Konsistenz, auch können sie Alkohol vergällen. Dies würde in der INCI-Liste als Alkohol denat. vermerkt. Phthalate sind fett- und wasserlöslich, unsere Haut nimmt sie daher auf und transportiert sie in den Körper, wo sie sich anreichern können. Das könnte Probleme mit der Bauchspeicheldrüse verursachen und Fettleibigkeit begünstigen. Selbst Diabetes könnte durch Phthalate gefördert werden. Bei Männern entfalten diese eine signifikante hormonelle Wirkung, die schlimmstenfalls die Fruchtbarkeit beeinträchtigt.

 

Nr. 7 Andere Weichmacher

Unter den INCI-Bezeichnungen Propylene Glycol, 1,2-Dihydroxypropane, 1,2-Propanediol, MEG (Methyl Ethyl Glycol) oder Methylethylene Glycol gibt es noch weitere Weichmacher in konventioneller Kosmetik. Es handelt sich hierbei um Feuchthaltemittel, die teilweise auch in medizinischen Salben zu finden sind. Sie konservieren das Produkt und halten es geschmeidig. Diese Weichmacher stehen aber im Verdacht, allergische Reaktionen hervorzurufen und sich im menschlichen Körper anzureichern, wo sie unter Umständen Nieren- und Leberschäden verursachen.

 

Nr. 8 Emulgatoren

Emulgatoren sind unter den INCI-Bezeichnungen PEG, PPG, Polyethylenglykol oder Ceteareth-8 auf den Verpackungen vermerkt. Sie verbinden Wasser und Öl in den Cremes, was für deren Konsistenz wichtig ist. Da sie mit Ölen und Fetten reagieren können, wirken sie auch auf das natürliche Hautfett und beeinträchtigen damit die Barrierefunktion unserer Haut. Das begünstigt wiederum das Eindringen von Umweltgiften und sonstigen Schadstoffen. Ein weiterer Effekt ergibt sich durch die typische Reaktionsfähigkeit von Emulgatoren mit Wasser und Ölen bzw. Fetten: Sie trocknen bei längerer Verwendung die Haut aus.

 

Nr. 9 Silikone

Für Silikone gibt es in der Kosmetik die INCI-Bezeichnungen Dimethicone, Methicone, Trimethicone, Amodimethicone oder Polysiloxane und darüber hinaus unzählige Abwandlungen dieser Stoffbezeichnungen. Eine Orientierung bieten Endungungen wie „-siloxane“ und „-methicone“. Durch Silikone lassen sich Kosmetikprodukte leicht auftragen und verteilen. Anschließend entsteht auf der Haut ein weiches Gefühl, das einen Pflegeeffekt vortäuscht, den es in Wirklichkeit nicht gibt. Silikone sind flüssige Kunststoffe, die sich als mehr oder weniger luftdichte Schicht auf die Haut und die Haare legt. Das beeinträchtigt stark die Nährstoffversorgung und lässt Haut und Haare austrocknen.

 

Nr. 10 Tenside

Die INCI-Bezeichnungen Sodium-Lauryl-Sulfat, Ammonium-Lauryl-Sulfat, Sodium-Laureth-Sulfat oder Sodium-Myreth-Sulfat verweisen auf Tenside im Kosmetikprodukt. Sie sorgen vor allem in Shampoo und Duschbad für das Aufschäumen. Leider sind es relativ aggressive Schaumbildner, welche die Schleimhäute und die Haut reizen und austrocknen lassen. Vor allem Personen mit empfindlicher Haut merken das an der alsbald juckenden Kopfhaut, wenn sie Shampoo mit viel Tensiden angewendet haben.

Übrigens:

Du findest weitere interessante Informationen Rund um das Thema Kosmetik – Inhaltsstoffe im Douglas Inhaltsstoff-Lexikon.

 

Gibt es Kosmetik ohne schädliche Inhaltsstoffe?

Diese gibt es. In Naturkosmetik wird auf schädigende Inhalte der genannten Art konsequent verzichtet. Sie muss daher oft etwas schneller verbraucht werden, weil viele Konservierungsstoffe nicht enthalten sind – doch das sollte es uns unserer Gesundheit zuliebe wert sein.

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