Der Kaffee am Morgen – Ist er wirklich ungesund?

Der Kaffee am Morgen - Ist er wirklich ungesund?

Der Kaffee am Morgen – Ist er wirklich ungesund?

Im Schnitt kauft jeder Deutsche rund 4,2 Kilogramm Kaffee pro Jahr. Damit zählt dieser zu den beliebtesten Getränken überhaupt, die immer wieder gerne in den Alltag integriert werden. Offene Fragen gibt es dagegen in Bezug auf die gesundheitlichen Auswirkungen des Konsums. Ist es also mit einem guten Gewissen möglich, sich die alltägliche Tasse am Morgen zu gönnen? Wir sind dieser Frage genauer auf den Punkt gegangen.

Wieder einmal ist es notwendig, das Thema differenziert zu betrachten. Denn tatsächlich macht die Dosis das Gift. Selbst die kleinen gesundheitlichen Vorzüge, die inzwischen beim Kaffee festgestellt werden konnten, beziehen sich auf einen Konsum in Maßen. Aus der Sicht vieler Experten ist dieser als eine Tasse Kaffee pro Tag zu klassifizieren, wobei hin und wieder auch Kaffee freie Tage eingelegt werden sollten.
Gleichsam spielt es eine Rolle, welcher Kaffee getrunken wird. Mehrere Espressi enthalten zum Beispiel eine bedenkliche Menge an Koffein. Milchaufschäumer machen aus dem Kaffee ein Genuss, weshalb das Getränk immer seltener schwarz getrunken wird. Dann verändert sich doch die Zahl der Kalorien, die in Studien ebenfalls erfasst werden müssen.

 

 

Kaffee und Blutdruck

Bereits der Blick auf die Lage der Wissenschaft verspricht ein positives Bild. Denn da der Kaffee zu den beliebtesten Getränken zählt, wurden in der Vergangenheit bereits viele große Studien zum Thema in Auftrag gegeben. Diese kamen hinsichtlich des Verzehrs zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ein bekanntes Beispiel befasst sich mit der Auswirkung auf den Blutdruck des Menschen. Tatsächlich wurde lange Zeit behauptet, dass dieser nach dem Trinken ansteigen würde. Doch dieser Effekt ist nur von temporärer Natur. Langfristig lässt sich der Blutdruck durch einen mäßigen Konsum sogar senken. Dabei spielt es keine Rolle, um welche spezielle Form des Kaffees es sich handelt.

Zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen die Untersuchungen, die sich ganz speziell mit der Wirkung des Koffeins im Kaffee befassen. In der Praxis wirkt dieses auf jeden Menschen unterschiedlich. Während das Koffein einerseits für Störungen der Konzentration und einen höheren Blutdruck verantwortlich sein kann, bleiben diese temporären Effekte bei anderen Personen aus. Egal ob Filterkaffee oder Kapselkaffee – hier ist es wichtig, auf die Reaktionen des eigenen Körpers zu achten und diese richtig einzuordnen.

 

 

Kein Räuber von Flüssigkeit

Immer wieder wurde in der Vergangenheit proklamiert, eine Tasse Kaffee müsse mit einem Glas Wasser gemeinsam getrunken werden. So groß sei der Entzug an Flüssigkeit, für den das dunkle Getränk verantwortlich sei. Neuere Studien, denen sich die Apotheken Umschau bereits widmete, kommen jedoch zu anderen Erkenntnissen. Zwar lässt sich ein harntreibender Effekt beim Kaffee nachweisen, doch dieser sei insgesamt kaum ausschlaggebend für einen signifikanten Verlust an Flüssigkeit. Das Klischee, für jede Tasse ein mal auf die Toilette rennen zu müssen, hat nichts mit den besonderen Inhaltsstoffen des Kaffees zu tun. Vielmehr ist es die mit dem Getränk aufgenommene Menge an Flüssigkeit, die für einen solchen Eindruck verantwortlich ist.

Unter dem Strich offenbart sich der Konsum von Kaffee aus gesundheitlicher Sicht als weit weniger problematisch, als dies von vielen Seiten vermutet wird. Stattdessen können einige Vorzüge, wie zum Beispiel die Senkung des Diabetes-Risikos nachgewiesen werden. Diese beziehen sich auf einen normalen Konsum und können durch eine verstärkte Zuwendung zum Kaffee nicht potenziert werden.

 

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